© amelie zadeh 2017

Part II
showing something by doing something
35 mm Fotografie, Video,
Projektion, 3`40``, 2014

PERFORMANCE, STOP-MOTION, NARRATION, SPIEGEL

Der Spiegel dient als Grenze und Medium, in dem Selbst- und Fremdwahrnehmung kollidieren und narzisstische Blickstrukturen sichtbar werden können. Um zu der Performance des Schauspielers einen Pendant zu erzeugen, wird in einer kleineren Spiegelkonstruktion ein Rabe gefilmt und fotografiert. Raben gehören zu den wenigen Tieren, die sich selbst im Spiegel erkennen können. Die Unberechenbarkeit des Tieres, das Fehlen einer Mimik steht in Gegensatz zu der „kalkulierten“ Performance des Schauspielers.
Diese beiden unterschiedlichen Formen der Interaktion mit dem Spiegel dienen als Ausgangspunkt für mein Diplom. Neben einem Text von Marguerite Duras (Der Atlantik-Mann), der die Beziehung zwischen Regisseurin und Schauspieler thematisiert, ist es auch die Soundebene, die diesen beiden Bildebenen zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten verschafft.